ITIL ist die Abkürzung für den durch die CCTA, heute OGC (Office of Governance Commerce) in Norwich (England) im Auftrage der britischen Regierung entwickelten Leitfaden IT Infrastructure Library. Im Fokus der Entwicklung stand, gemeinsame Best Practices für alle Rechenzentren der englischen Regierung zu definieren, um einen vergleichbaren Betrieb sicherzustellen. Heute ist ITIL der weltweite De-facto-Standard im Bereich Service Management und beinhaltet eine umfassende und öffentlich verfügbare fachliche Dokumentation zur Planung, Erbringung und Unterstützung von IT Serviceleistungen. |
Anfangs war ITIL eine Serie von mehr als 40 Büchern über IT Service Management und bestand aus 26 Modulen. Diese erste große Library wird auch als ITIL 1.0 bezeichnet. Im Zuge der ständigen Verbesserung und der Anpassung an die aktuellen Situationen im IT Umfeld wurden zwischen den Jahren 2000 und 2004 die Inhalte von ITIL 1.0 in einem grossen Release modernisiert und in acht wesentlichen Büchern zusammengefasst: Es entstand ITIL 2.0. Im Frühsommer 2007 erschien die ITIL Version 3.0, in der eine neue Struktur etabliert wurde. Diese Struktur besteht aus drei wesentlichen Bereichen:
- ITIL Core (Kernpublikationen)
- ITIL Complementary Guidance (Ergänzungen)
- ITIL Web Support Services
|
Die Kernpublikationen ITIL Core bilden einen Satz von fünf Büchern, die ein Lifecycle Modell von Service Strategie und Service Design bis zur kontinuierlichen Service Verbesserung abbilden. Die hierin enthaltenen Bücher beinhalten die folgenden Titel und Themen:
- Service Strategy (Service Strategie)
- Service Design (Modelle für den Betrieb)
- Service Transition (Service Implementierung bzw. Einführung)
- Service Operation (operativer Betrieb von Services)
- Continual Service Improvement (kontinuierliche Verbesserung von Services)
|